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How to wear Granny’s Nightmare | Part 1

Eigentlich wollte ich heute den ganzen Tag diesen Beitrag tippen. Aber irgendwie wusste ich einfach nicht wie und wo ich anfangen soll. Und jetzt sitze ich hier und warte gerade darauf, dass ich meine Orchidee wieder aus der Dusche holen kann und dachte mir, in der Zwischenzeit berichte ich euch von unserem super-interessenanten Leben. Haha. Wer sich jetzt denkt ich habe in meiner nächtlichen Verwirrung ein paar Wörter vertauscht, der hat falsch gedacht. Meine geliebte Orchidee hat nämlich ein paar ungewollte, lausige (haha Wortwitz) Freunde bekommen und nun versuche ich schon seit Ewigkeiten diese lästigen Parasiten loszuwerden. Hmpf. Und da ich ja nicht schon genug Geld für meinen Überkonsum an Shampoo ausgebe, habe ich jetzt auch noch gefühlt eine halbe Flasche davon auf meine Orchidee geschmiert haha 😀 Gott sei Dank hab ich ja kein schnell fettendes Haar *Oh the irony*. Hoch lebe der Erfinder des Trockenshampoos, der morgige Tag ist gerettet. Wie ich auf diese grandiose Idee gekommen bin? Ich hatte keine Schmierseife zu Hause und irgendwo auf verrückteorchideenliebhaber.com stand dass man stattdessen auch Shampoo verwenden kann. Falls ich morgen ein Grab für meine geliebte Orchidee ausheben muss, werden Köpfe rollen, das verspreche ich euch! Aber nun zurück zum Wesentlichen. Wer mich kennt, weiß, dass ich gerne einmal etwas ausschweife und mich dann irgendwo im nirgendwo verliere. Okay, jeder Mensch, der schon einmal (ob freiwillig oder nicht lassen wir hier außen vor) ein paar Sätze mit mir gewechselt hat, weiß das. Eurer Nerven halber versuche ich jetzt aber den roten Faden im Auge zu behalten.

Meine Schwester und ich sind dieses Wochenende zu Hause gesessen und haben uns überlegt, worüber wir denn unseren nächsten Post schreiben könnten. Nachdem wir die Idee zum gefühlt 100. „Unsere *hier bitte Jahreszeit einfügen*-Favoriten“ – Beitrag bald einmal wieder verworfen hatten, ging unser Gemotze darüber los, dass wir in unserer geliebten Kaff-Heimat sowieso nur einen Bruchteil der Sachen anziehen können, die wir gerne anziehen würden. Und da wir mit euch ja nicht nur die tollen Seiten des Blogger-Daseins teilen wollen, sondern auch die nervigen, wollen wir heute unsere neuste Rubrik auf dem Blog vorstellen: How to wear Granny’s Nightmare. Okay, ganz ehrlich, wer von uns kennt es nicht: „Was ist denn das für ein Fetzen?!“, „Zieh dir mal was an, Kind!“ oder mein all-time-favourite „Bezahlt man heut zu Tage eigentlich für diese schrecklichen Löcher in der Hose?“. Man darf das jetzt nicht falsch verstehen. Unsere Oma ist ein wahres Mode-Genie, die sich immer noch total schick kleidet und einen tollen Geschmack hat. Aber eben den einer 86-jährigen Frau. (Und da sie das Wort „alt“ auf 100 Kilometer nicht leiden kann, unser Cousin ihr gerade einen Computer-Crash Kurs gibt und das Risiko einfach viel zu hoch ist, dass sie dies jemals liest, werde ich das eben genannte Wort mit a in diesem Artikel wohl besser nicht mehr erwähnen…. Oma, falls du das liest: deine zwei Lieblingsenkelinnen lieben dich hihihi).
Roter Faden – jetzt konzentrier dich mal!!!!
Wer noch vom Land kommt, weiß wovon ich rede, wenn ich sage, dass man hier nicht jedem Modetrend nachgehen kann, ohne dabei von 10000 Menschen angestarrt zu werden. Eigentlich muss man, sich nicht einmal ein Totes-Tier-Imitat über eine pinke Lederleggins und ein Neonshirt werfen, um angestarrt zu werden (übertrieben und bildlich gesprochen, hoffen wir alle, dass dies nie zum neusten Trend wird…), sondern es reicht schon vollkommen aus, stärker geschminkt zu sein oder hohe Schuhe zu tragen. Ihr glaubt gar nicht, wie gerne ich mal mit richtig schönen High Heels aus dem Haus gehen würde. Aber es würde mich vermutlich so oder so A) auf dem Kopfsteinpflaster hoffnungslos aufs Maul legen und B) so peinlich berühren, wie alle Menschen starren, dass ich mich richtig unwohl fühlen würde. Ich weiß, dass es zur Mode dazu gehört, dass Menschen starren. Dass man eventuell aus der Masse etwas heraussticht. Mode ist ja schließlich ein Mittel zum Ausdruck. Und wenn Mode nicht herausstechen würde, sich vom Rest etwas unterscheiden würde, würde sie vermutlich auch nicht so viel ausdrücken. Da wir unserer Mutter jedoch nicht antun wollen, dass alle Menschen im Kirchenrat über ihre zwei Töchter in der pinken Lederleggins reden, haben wir unsere Wege gefunden, auch ausgefallenere Teile so zu kombinieren, dass auch Oma (und der Kirchenrat – gegrüßt sei an dieser Stelle besonders herzlich unsere liebe Sandra) sie für okay befindet. In den nächsten Monaten wollen wir euch unsere Favoriten von Omas Alpträumen zeigen. Heute beginnen wir mit dem Crop Top. Ein wahrer Klassiker. Im Sommer eigentlich kaum wegzudenken (und da wird es eigentlich auch relativ gut von Omilein toleriert, muss ich sagen {was noch wichtig ist zu wissen, ist, dass unsere Oma direkt neben uns wohnt}) –  aber im Winter? Meine Schwester und ich kombinieren eigentlich auch gerne im Winter teilweise etwas luftiger. Warum eigentlich nicht? Natürlich stehen wir uns nicht bei -15 Grad in kurzem Röckchen und Crop Top zur Bushaltestelle, aber in Zeiten wie diesen, wo der Föhn teilweise Anfang Jänner 15°C zaubert, kann man doch auch mal in die Sommerabteilung greifen und die Frühlingsgefühle aufleben lassen. Das finden zumindest wir beiden.

Da es für uns beide ja bald nach New York geht und Träumen wahrhaftig das Schönste ist, haben wir für euch immer einen Look zusammengestellt, den wir bei uns so eher nicht tragen würden (aber in New York – wenn es jetzt nicht gerade diese Eiseskälte hat) und einen, den wir auch bei uns cool finden würden und bei dem wir das Gefühl hätten, er wäre durchaus noch im Rahmen.

 

Unser New York Look

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Outfit-Details

Oberteil – nakd (hier ähnlich shoppen)

Lederjacke – pimkie (hier ähnlich shoppen)

Hose (zaful – hier ähnlich shoppen; oder hier)

Schuhe – asos (hier ähnlich shoppen)

Ohrringe – asos (hier ähnlich shoppen)

 

Der Vorarlberg-Look

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Outfit Details:

Top – nakd (hier ähnlich shoppen)

Strickjacke – asos (hier ähnlich shoppen)

Cordjacke – Stradivarius (hier shoppen)

Hose – asos (hier ähnlich shoppen)

Schuhe – asos (hier ähnlich shoppen)

Ohrringe – H&M (hier shoppen)

35 Kommentare

  1. Hey – eine tolle Kategorie und schöne Grüße an die liebe Oma! Nach einer gewissen Phase, bei ich sehr viele Trends ausprobiert haben, ist mir gar nicht mehr danach. Trend kommen und gehen so schnell. Noch dazu gibt es heutzutage so unendlich viele Trends gleichzeitig, dass von einem „Trend“, finde ich, gar nicht mehr die Rede sein kann. Es sind unendlich viele Micro-Trends und jeder kann sich wie auch immer trendy kleiden. Das wichtigste ist wohl, dass die Kleidungsstücke zum eigenen Typ und der eigenen Figur passen. Zumindest bei uns in der Stadt (nicht riesig, aber schon groß) ist es so, dass keiner wegen einem kurzen Top oder High Heels angestarrt werden würde. Passen die High Heels nicht zum restlichen Look oder kann die Dame damit auffällig nicht laufen, dann wohl schon… Zu euren Looks: Finde sie allesamt sehr gut. Bei entsprechendem Wetter auf jeden Fall TOP. Vermutlich würde nur jemand bei unpassendem Wetter blöd schauen.
    Ich wünsche euch einen ganz tollen Sonntag!

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  2. Bei dem Titel dachte ich „Oh je…was kommt denn jetzt!?“ 😀 Aber die Hose sieht so, wie du sie kombinierst super hip und trendy aus! Steht dir!
    Wir kommen auch aus einem kleinen Kaff, wo man auffällt, wenn man mal was anzieht, was nicht „0-8-15“ ist… deshalb sind Jana und ich wohl modisch auch eher unauffällig und schlicht unterwegs 😉 Aber witzig, dass alle Dorfmädels das kennen!

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    • Haha, freut mich irgendwie zu hören, dass wir nicht die einzigen sind, denen es so geht 😀 Danke für die lieben Worte 🙂 Und ich kann das mit dem schlicht Kleiden wirklich gut nachfühlen 😀

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  3. Ein wunderbarer Text und ja, ich kenne das auch. Ich komme auch vom Dorf und werde manchmal komisch angeschaut. Tatsächlich versuche ich mich immer ganz normal und unauffällig zu kleiden, ähnlich wie ihr das beschrieben habt.

    Die Outfits sind wunderbar. Mir gefällt vor allem die gestreifte Hose.

    Liebste Grüße,
    Sarah

    http://www.vintage-diary.com

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  4. Ich kenne das Problem, dass man auf dem Land nicht außergewöhnliches
    anziehen kann. Man wird einfach immer komisch angeschaut. Immer wenn
    ich zu meiner Oma mit einer kaputten Hose komme, möchte sie mir
    die direkt wieder flicken. Außerdem ist mir laut ihr immer zu kalt, da reicht ein Schal
    nicht das müssen schon mehrere sein.
    Liebe Grüße
    Luisa von http://www.allaboutluisa.com/

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  5. Anna-Lena sagt

    Hahaha, ich kenne das am Land. Ich hab soooo schöne Ankle-Boots, die ich maximal dreimal im Jahr tragen kann. Ich hab mich jetzt bei meinem Freund darüber beschwert, da meint der im Ernst – zieh sie doch einfach an, was ist das Problem?? Ja gut, ich zieh sie an. Dann bleibe ich als allererstes im Frühlings-feuchten Rasen stecken, auf dem Weg zum Auto. Oder mache mir die Schuhe durch die Split-Steine auf der Straße kaputt. Oder breche mir den Knöchel beim Versuch, über eine Eisscholle zu laufen.
    Und ja, ich weiß noch, wie die ersten Leggins hier ganz komisch begutachtet wurden. Mittlerweile geht es – aber der Po muss ja vom Oberteil bedeckt sein, wehe man kann die Umrisse vom Po erkennen!! Ich bin ja froh, dass ich unter der Woche in der Stadt bin zum Studieren. Ob ich bauchfrei mit 12cm High Heels oder in Jogginghose und ungekämmt einkaufen gehe, ist hier allen egal 🙂
    Die Outfits sind echt super! Crop-Tops sind zwar nicht sooo mein Fall (dafür müsste ich mal konsequenter trainieren :p) aber sonst – top, und großteils Familienfeier-tauglich 😉 Die Asos-Ohrringe finde ich sehr schön, toll, dass lange Hängeohrringe wieder so häufig zu kaufen sind. Ich mag besonders die Modelle von http://www.ella-juwelen.at/schmuck/swarovski.html sehr gerne, die gefallen auch meiner Oma ^^
    glg von einem Landei zum anderen!
    Anna-Lena 🙂

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    • Ooooohhh hab mich grad so totgelacht bei deinem Knöchel-Bruch-Witz (hoffe mal das war ein Witz :D), ich glaube wir würden uns super verstehen und hätten bestimmt ein paar Landei-Geschichten zu erzählen 😀 Muss mir die Ohrringe mal anschauen, bin gespannt 🙂 Und ja, das mit dem unter der Woche in der Stadt sein und alles tun und lassen können kenne ich – nur ist Innsbruck wahrscheinlich etwas zu klein für alles alles, da muss man schon auch noch ein paar Abstriche machen, aber besser wie zu Hause ist es alle mal 😛 hab ein super Wochenende 🙂

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